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Zur Zeit noch keine Pyro-Prüfungen möglich.

Die Terrorbekämpfung wirkt sich auch auf die Sportschifffahrt aus. Nachdem das Waffenrecht verschärft wurde, ist zum 1.8.05 eine neue Prüfungsordnung für den "Erwerb des Sachkundenachweises (SKN) nach dem Waffen- und Sprengstoffrecht" in Kraft getreten. Sie bringt der Sportschifffahrt leider nur Nachteile: Die Prüfung wird schwieriger und teurer.

Allerdings können derzeit keine Pyro-Prüfungen abgenommen werden. Das Bundesverkehrsministerium hat Ende Oktober die Wassersportverbände DSV und DMYV gebeten, so lange keine Pyro-Prüfungen mehr durchzuführen, bis eine Durchführungsrichtlinie erlassen bzw. eine Einigung mit den Ländern erreicht ist.

Der Fragenkatalog wurde von 48 auf 120 Fragen erweitert. Der Fragebogen umfasst nun 30 statt 12 Fragen. Die Bearbeitungszeit beträgt nicht mehr 20, sondern 60 Minuten.

Jedoch sind auch hier noch Änderungen geplant. Eine Arbeitsgruppe innerhalb des Bundesverwaltungsamtes hat einen Fragenkatalog für die unterschiedlichen waffenrechtlichen Prüfungen (Jäger, Sportschützen, Waffensammler, Wassersportler u.v.a) erarbeitet. Er sollte noch im Jahr 2005 verabschiedet werden. Und aus diesem Fragenkatalog werden dann weitere Fragen (u.a. auch Multiple-Choice-Fragen) in den aktuellen Pyro-Fragenkatalog eingearbeitet.

Auch die praktische Prüfung wurde erweitert. So sind zu den bisherigen sechs Prüfungsthemen fünf weitere hinzugekommen. Der Prüfer sucht nun aus elf möglichen Prüfungsaufgaben fünf aus, von denen vier mit ausreichend bewertet werden müssen.

Leider ist das Mehr-Wissen in der Sportschifffahrt kaum nutzbar. Von den 120 Fragen aus dem Fragenkatalog behandeln nur 29 Fragen die Handhabung, Technik und Seemannschaft, aber 91 Fragen ausschließlich die Gesetzeskunde. Zehn Fragen befassen sich mit Notwehr

– sicherlich für Blauwassersegler interessant, die vor Venezuela eine Signalpistole zur Abwehr von Piratenangriffen einsetzen wollen.

In der praktischen Prüfung kann jetzt z. B. auch die Handhabung von Pistolen, die zum Starten von Segelregatten eingesetzt werden, abgefragt werden.

Auch die neue Pyro-Prüfung wird jeder bestehen, der die Fragen lernt und eine ordentliche Praxiseinweisung erhalten hat. Der Aufwand dazu ist jedoch etwas größer geworden. Dieser Aufwand sollte jedoch nicht gescheut werden, denn ein Verstoß gegen das Waffen- oder Sprengstoffrecht wird auch in Zukunft natürlich nicht folgenlos bleiben. Das betrifft natürlich ebenso das Ausland. Für Reisen in die EU sollten Inhaber einer Waffenbesitzkarte bei der Polizei den Europäischen Feuerwaffenpass beantragen. Er dokumentiert die nationale Berechtigung und berechtigt vom Grundsatz her die Mitnahme der eingetragenen Waffe und Munition.

Inhaber des alten Pyro-Scheins können sich beim DMYV und beim DSV in Hamburg den neuen Sachkundenachweis ohne Prüfung ausstellen lassen. Dies ist aber nicht zwingend erforderlich, weil die alten Scheine weiterhin gültig bleiben, ist aber bei Reisen ins Ausland eindeutig von Vorteil.

Weitere Informationen folgen.

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